{"id":505,"date":"2011-11-01T12:00:23","date_gmt":"2011-11-01T10:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/liqua.net\/liq\/?p=505"},"modified":"2023-01-19T11:34:28","modified_gmt":"2023-01-19T09:34:28","slug":"der-neue-kulturentwicklungsplan-fuer-die-stadt-linz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liqua.net\/liq\/der-neue-kulturentwicklungsplan-fuer-die-stadt-linz\/","title":{"rendered":"Der neue Kulturentwicklungsplan f\u00fcr die Stadt Linz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Laufzeit: 01\/2011 &#8211; 12\/2012<br \/>\n<\/strong><strong>Kooperationspartner: Mag. <\/strong><strong>Andreas Schwandner<br \/>\n<\/strong><strong>Auftraggeber: <\/strong><strong>Stadt Linz<\/strong><\/p>\n<p>Die Wichtigkeit von kultureller Planung liegt insbesondere darin, l\u00e4ngerfristig wirkende Potenziale f\u00fcr ein zuk\u00fcnftiges Kulturangebot in einer Stadt zu entdecken, zu beschreiben und Entwicklungs- und Umsetzungsm\u00f6glichkeiten aufzuzeigen. Dies wurde mit dem KEP insofern vorgenommen, indem die Vielfalt der von verschiedenen Seiten eingebrachten Anregungen in \u00dcbereinklang gebracht wurden, sie unter das &#8222;Dach&#8220; eines in sich geschlossenen Konzeptes gefasst wurden und durch Erg\u00e4nzungen, \u00c4nderungen und Anmerkungen erweitert wurden.<\/p>\n<p>Kulturentwicklungsplanung in der Gegenwart kann sich allerdings nicht nur auf Binnenprobleme des Kulturbereiches beschr\u00e4nken. Kunst und Kultur m\u00fcssen vielmehr auch als Mittel und Teil von Stadtentwicklung gesehen werden. Vor diesem Hintergrund ist Kulturentwicklungsplanung nichts anderes als Stadtentwicklungsplanung im weiteren Sinne, ein wichtiges Element, urbane Entwicklung voranzutreiben. Kunst und Kultur erlauben, gezielt Einfluss auf die weiteren Geschicke des Gemeinwesens zu nehmen. Dies um so mehr, da die Kultur eines der wenigen Aktionsfelder ist, auf denen Politik angesichts zunehmender globaler Deregulierung bzw. so genannter Sachzw\u00e4nge noch halbwegs selbst bestimmt &#8211; das hei\u00dft aus den Anspr\u00fcchen und Gegebenheiten der Stadt heraus &#8211; zu wirken vermag.<\/p>\n<p>Linz hat daf\u00fcr mit dem verfassten Kulturentwicklungsplan bereits einen ersten Grundstein gelegt. Der dynamische und prozesshafte Charakter einer fortschreibenden Kulturentwicklungsplanung erforderte nicht nur eine Hinterfragung bisheriger Entwicklungen und Realisierungen, sondern auch die Ber\u00fccksichtigung der aktuellen und zuk\u00fcnftigen Ver\u00e4nderungen im kulturellen Feld. Insbesondere die inhaltlichen und strukturellen Herausforderungen, die sich im Kontext der Kulturhauptstadt 2009 ergeben haben, erzwangen eine Verfeinerung, Adaptierung und Erweiterung der festgeschrieben Schwerpunkte der Kulturentwicklung. Es stellte sich die Frage, inwieweit die Ziele, Strukturen und Handlungsmaxime von gestern f\u00fcr morgen noch tauglich sind.<\/p>\n<p>Die Prozesshaftigkeit der Planung muss in diesem Sinne als Weiterentwicklung zwischen Kontinuit\u00e4t und Innovation verstanden werden, wobei das gesamte Spektrum des Kunst und Kulturfeldes &#8211; von den Verb\u00e4nden der Volkskultur bis hin zu experimentellen, zeitgen\u00f6ssischen Kunstinitiativen &#8211; mit einzubeziehen war.<\/p>\n<p>Der methodische Zugang zielte darauf ab, abgestimmt auf die Inhalte des Projekts, Antworten auf folgende Fragen zu geben:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Ziele im Rahmen der Kulturplanung konnten in den letzten Jahren erreicht werden, insbesondere auf Basis des bestehenden Kulturentwicklungsplans? Welche Ziele konnten aus welchen Gr\u00fcnden nicht erreicht werden?<\/li>\n<li>Wie hat sich das kulturelle Angebot in den verschiedenen Bereichen entwickelt? Wo liegen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen im bestehenden Angebot? F\u00fcr welches kulturelle Angebot kann ein zuk\u00fcnftiger Bedarf identifiziert werden?<\/li>\n<li>Welche neuen Strukturen und Einrichtungen sind in den letzten Jahren entstanden, welche aus welchen Gr\u00fcnden verschwunden? Wie sind diese Strukturen und Einrichtungen miteinander vernetzt?<\/li>\n<li>Welche neuen Themen im Kunst- und Kulturfeld haben in Linz in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen? Welche Themen besitzen Zukunftspotenzial?<\/li>\n<li>Welche Auswirkungen hatten die Aktivit\u00e4ten im Rahmen der Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt auf eine l\u00e4ngerfristige Kulturplanung in Linz?<\/li>\n<li>Welche Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse herrschen derzeit im Kunst- und Kulturfeld in Linz? Zwischen welchen Bereichen haben sich diese Verh\u00e4ltnisse verschoben (z. B. zwischen \u00f6ffentlichen Einrichtungen und der Freien Szene, zwischen avantgardistischer Kunst und Popul\u00e4rkultur etc.)?<\/li>\n<li>Inwieweit m\u00fcssen Entwicklungen auf stadtregionaler Ebene und \u00fcberregionaler Ebene (z. B. die Entwicklung des O\u00f6. Kulturleitbildes) im neuen Kulturentwicklungsplan ber\u00fccksichtigt werden?<\/li>\n<li>Welche Vernetzungen und Kooperationen zwischen Kultur, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Forschung sind zu verst\u00e4rken? Wo ergeben sich Synergieeffekte?<\/li>\n<li>Welche kulturpolitischen Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen gesetzt werden, um eine zukunftsf\u00e4hige Weiterentwicklung des kulturellen Feldes in Linz zu gew\u00e4hrleisten?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Gesamtprojekt startete im J\u00e4nner 2011. Die Basis wurde\u00a0durch umfangreiche, aktivierende Grundlagenarbeiten gelegt, auf die ab Sp\u00e4therbst 2011 eine mehrmonatige Workshopphase folgte. Besonderer Wert\u00a0wurdeauf partizipative Methoden gelegt, d. h. auf Methoden, durch welche m\u00f6glichst viele relevante Einrichtungen und Personen im Kunst- und Kulturfeld aktiv eingebunden wurden. Gemeinsam wurde an der Neufassung des Kulturentwicklungsplans gearbeitet, bestehend aus einem pr\u00e4gnanten Kulturleitbild, einem umfassenden strategischen Programm f\u00fcr die kulturelle Entwicklung der Stadt Linz und einem Ma\u00dfnahmenvorschlagspaket mit Priorit\u00e4ten- und Zeitplan. Die Arbeiten wurden\u00a0bis Ende 2012 abgeschlossen.<\/p>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tFUC1EZXItbmV1ZS1LdWx0dXJlbnR3aWNrbHVuZ3NwbGFuLWZ1ZXItZGllLVN0YWR0LUxpbnotR3J1bmRsYWdlbnBhcGllci1LdXJ6ZmFzc3VuZy5wZGYmc2V0dGluZ3M9MTExMTEwMDExMTExMTExMTEwMCZsYW5nPWVu#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tFUC1EZXItbmV1ZS1LdWx0dXJlbnR3aWNrbHVuZ3NwbGFuLWZ1ZXItZGllLVN0YWR0LUxpbnotR3J1bmRsYWdlbnBhcGllci1LdXJ6ZmFzc3VuZy5wZGYmc2V0dGluZ3M9MTExMTEwMDExMTExMTExMTEwMCZsYW5nPWVu#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n<\/p>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tFUC1EZXItbmV1ZS1LdWx0dXJlbnR3aWNrbHVuZ3NwbGFuLWZ1ZXItZGllLVN0YWR0LUxpbnotR3J1bmRsYWdlbnBhcGllci1MYW5nZmFzc3VuZy5wZGYmc2V0dGluZ3M9MTExMTEwMDExMTExMTExMTEwMCZsYW5nPWVu#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tFUC1EZXItbmV1ZS1LdWx0dXJlbnR3aWNrbHVuZ3NwbGFuLWZ1ZXItZGllLVN0YWR0LUxpbnotR3J1bmRsYWdlbnBhcGllci1MYW5nZmFzc3VuZy5wZGYmc2V0dGluZ3M9MTExMTEwMDExMTExMTExMTEwMCZsYW5nPWVu#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n<\/p>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0t1bHR1cmVudHdpY2tsdW5nc3BsYW4tTmV1LWRlci1TdGFkdC1MaW56LTIwMTMucGRmJnNldHRpbmdzPTExMTExMDAxMTExMTExMTExMDAmbGFuZz1lbg==#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0t1bHR1cmVudHdpY2tsdW5nc3BsYW4tTmV1LWRlci1TdGFkdC1MaW56LTIwMTMucGRmJnNldHRpbmdzPTExMTExMDAxMTExMTExMTExMDAmbGFuZz1lbg==#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/kep.public1.linz.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">kep.public1.linz.at<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufzeit: 01\/2011 &#8211; 12\/2012 Kooperationspartner: Mag. 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