{"id":1989,"date":"2005-04-01T12:00:27","date_gmt":"2005-04-01T10:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/liqua.net\/liq\/?p=1989"},"modified":"2023-01-19T11:29:27","modified_gmt":"2023-01-19T09:29:27","slug":"flexible-art-prekarisierungstendenzen-des-kunst-und-kulturfeldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liqua.net\/liq\/flexible-art-prekarisierungstendenzen-des-kunst-und-kulturfeldes\/","title":{"rendered":"Flexible @ Art. Prekarisierung(stendenzen) des Kunst- und Kulturfeldes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Laufzeit: 04\/2005 &#8211; 09\/2006<br \/>\n<\/strong><strong>Verl\u00e4ngerungsphase: 03\/2007 &#8211; 08\/2007<br \/>\n<\/strong><strong>Auftraggeber: Kunstuniversit\u00e4t Linz<\/strong><\/p>\n<p>Flexibilisierung und Prekarisierung sind beides Schlagw\u00f6rter, welche seit l\u00e4ngerer Zeit f\u00fcr verschiedenste gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen herangezogen werden. So kann in Anbetracht der sogenannten New Economy und einer wachsenden Anzahl von Ich-AGs von einem neuen &#8222;UnternehmerInntenum f\u00fcr alle&#8220; gesprochen werden. Vor allem das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Flexibilit\u00e4t und Prekarit\u00e4t zeigt sich bei den Arbeitsbedingungen und -verh\u00e4ltnissen von K\u00fcnstlerInnen und KulturarbeiterInnen sehr deutlich. Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse am Rande des oder unter dem Existenzminimum, permanentes Job-Hopping von einem Projekt zum n\u00e4chsten, Steh- und Wartezeiten ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld oder ehrenamtlich verrichtete Arbeit pr\u00e4gen nicht selten den Alltag und das Schaffen in diesem Feld.<\/p>\n<p>Obwohl eine Vielzahl an Publikation, Veranstaltungen und Aktionen zur Problematik einer um sich greifenden Prekarisierung bislang Eingang in k\u00fcnstlerische Diskurse und sogar Museen fand, ergeben sich durch die Konzeption und Ausgangslage f\u00fcr das Projekt Flexible @ Art zwei besondere Chancen. Zum einen wird forschungs- und projektimmanent ein transdisziplin\u00e4rer und experimenteller Zugang verfolgt. Dieser definiert sich nicht durch ein nebeneinander von verschiedenen Disziplinen, sondern durch eine m\u00f6glichst gleichwertige Vermischung einer bewussten und aktiven Nutzung von Schnittstellen von SozialwissenschafterInnen, KulturwissenschafterInnen, K\u00fcnstlerInnen und KulturarbeiterInnen. Andererseits sollen regionale und lokale Gesichtspunkte, im speziellen die Kunstuniversit\u00e4t Linz und das k\u00fcnstlerische und kulturelle Umfeld in den Mittelpunkt des Interesses ger\u00fcckt werden ohne gesamtgesellschaftliche Ver\u00e4nderungen aus dem Blickwinkel zu verlieren. Die zentralen Schlagw\u00f6rter und Begriffe (Prekarisierung, Flexibilisierung, Kreativit\u00e4t, Innovation, Cultural Entrepreneurs, Ich-AG, Kreativwirtschaft etc.) werden hinsichtlich der spezifischen lokalen und regionalen Bedeutung kritisch analysiert.<\/p>\n<p>Durch Schwerpunktsetzungen wie Genderspezifika, Kulturhauptstadtjahr 2009 oder Medienstandort Linz, aber auch das konkrete Einwirken der Forschungsergebnisse in Lehrpl\u00e4ne, Weiterbildungsmodule und spezifische Lehrveranstaltungen soll der Thematik zu einer besonderen Intensit\u00e4t verholfen werden. Verfolgt wird eine Weiterf\u00fchrung und Zuspitzung, ein Bearbeiten und Vernetzen bestehender Diskurse aus unterschiedlichen Kontexten mit dem konkreten Ziel der Verbesserung der Einstiegssituationen von AbsolventInnen (k\u00fcnstlerischer) Studien in den Arbeitsmarkt und der allgemeinen Verbesserung der Rahmenbedingungen f\u00fcr Kulturarbeit.<\/p>\n<p>Flexible @ Art ist ein Forschungsprojekt der Kunstuniversit\u00e4t Linz im Rahmen des Forschungsprogramms &#8222;TRAFO &#8211; Transdiszisplin\u00e4res Forschen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften&#8220; des bm:bwk in Kooperation mit der KUPF O\u00d6 &#8211; Kulturplattform Ober\u00f6sterreich, dem Verein FIFTITU% &#8211; Vernetzungsstelle f\u00fcr Frauen in Kunst und Kultur, dem LIquA &#8211; Linzer Institut f\u00fcr qualitative Analysen, dem AbsolventInnenverein, der \u00d6H und dem Institut f\u00fcr bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Linzer Kunstuniversit\u00e4t, dem Institut f\u00fcr Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universit\u00e4t und der Abteilung f\u00fcr Kunst- und Kultursoziologie an der Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst in Wien.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Lehrveranstaltung &#8222;Projektmanagement\/Projektbegleitung&#8220; wurde im Wintersemester 2005\/06 am Institut f\u00fcr Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universit\u00e4t Linz gemeinsam mit Studierenden der Sozialwirtschaft an einem \u00e4hnlichen Thema gearbeitet. Der inhaltliche und forschungsthematische Bezugsrahmen der Lehrveranstaltung spannte sich dabei um das Thema &#8222;Flexibilisierungs- und Prekarisierungstendenzen im Kunst- und Kulturfeld am Beispiel der Kunstuniversit\u00e4t Linz und deren AbsolventInnen&#8220;.<\/p>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0ZMRV9mbGV4aWJsZV9hdF9hcnRfbHZhX2VuZGJlcmljaHQucGRmJnNldHRpbmdzPTExMTExMDAxMTExMTExMTExMDAmbGFuZz1lbg==#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0ZMRV9mbGV4aWJsZV9hdF9hcnRfbHZhX2VuZGJlcmljaHQucGRmJnNldHRpbmdzPTExMTExMDAxMTExMTExMTExMDAmbGFuZz1lbg==#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n<p>Weitere Informatione unter <a href=\"http:\/\/www.flexibleatart.ufg.ac.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">flexibleatart.ufg.ac.at<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufzeit: 04\/2005 &#8211; 09\/2006 Verl\u00e4ngerungsphase: 03\/2007 &#8211; 08\/2007 Auftraggeber: Kunstuniversit\u00e4t Linz Flexibilisierung und Prekarisierung sind beides Schlagw\u00f6rter, welche seit l\u00e4ngerer Zeit f\u00fcr verschiedenste gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen herangezogen werden. So kann in &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35,37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1989"}],"collection":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1989"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1989\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2301,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1989\/revisions\/2301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}