{"id":1911,"date":"2006-03-01T12:00:33","date_gmt":"2006-03-01T10:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/liqua.net\/liq\/?p=1911"},"modified":"2023-01-19T11:30:24","modified_gmt":"2023-01-19T09:30:24","slug":"der-mehrwert-von-kunst-und-kultur-fuer-den-staedtischen-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liqua.net\/liq\/der-mehrwert-von-kunst-und-kultur-fuer-den-staedtischen-raum\/","title":{"rendered":"Der Mehrwert von Kunst und Kultur f\u00fcr den st\u00e4dtischen Raum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Laufzeit: 03\/2006 &#8211; 06\/2007<br \/>\n<\/strong><strong>Kooperationspartner: <\/strong><strong>\u00d6sterreichische Kulturdokumentation &#8211; Internationales Archiv f\u00fcr Kulturanalysen<br \/>\n<\/strong><strong>Auftraggeber: <\/strong><strong>\u00d6sterreichischer St\u00e4dtebund<\/strong><\/p>\n<p>Ressourcenknappheit und Budgetsperren, Angebotsreduzierungen und Schlie\u00dfungsdebatten, Kulturentwicklungspl\u00e4ne und neue Steuerungsmodelle wie PPP oder Kunstsponsoring &#8211; Begriffe, die seit einiger Zeit die Diskussion um die (kommunale) Kulturpolitik beherrschen. Einerseits wird es f\u00fcr kommunalpolitische AkteurInnen zunehmend schwieriger, im Verteilungskampf um knapper werdende Budgets eine wirksame Argumentationsgrundlage zu finden, um den Bereich der Kunst und Kultur von einschneidenden Ma\u00dfnahmen zu verschonen. Andererseits hatte das kulturelle Feld &#8211; bedingt durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen (Wissens\u00f6konomien, regionale Entwicklungskontexte, Kreativwirtschaft etc.) &#8211; noch nie eine derartige strategische Bedeutung f\u00fcr die lokale und regionale Entwicklung. Insbesondere das wirtschaftliche Potenzial aber auch die gesellschaftliche Bedeutung des kulturellen Feldes haben dabei einen wichtigen Platz auf der politischen Agenda der St\u00e4dte und Regionen.<\/p>\n<p>Die Diskussion um den Stellenwert von Kunst und Kultur ist jedoch nicht selten von der Unklarheit gepr\u00e4gt, wie dieser Wert \u00fcberhaupt bestimmbar und mit Entwicklungen in anderen St\u00e4dten und Regionen vergleichbar ist. Hiermit sind Fragen nach Parametern zur Messung von k\u00fcnstlerischen und kulturellen Leistungen und die Einordnung und Bewertung von Entwicklungen in diesem Bereich angesprochen. Um nicht einer einseitigen, blo\u00df \u00f6konomischen Charakterisierung von Kunst und Kultur zu unterliegen, bedarf es dabei einer vielschichtigen Betrachtung des kulturellen Feldes. Ein integrierter kultureller Orientierungsrahmen ist notwendig, der alle lokalen kulturellen Ressourcen erfasst, die Hindernisse f\u00fcr deren Entwicklung aufzeigt und eine Einsch\u00e4tzung ihres Entwicklungspotenzials erm\u00f6glicht. Dieser Vorgang (&#8222;Cultural Mapping&#8220;), der in umfassendere Planungsprozesse integriert werden muss, liefert sowohl qualitativ wie auch quantitativ die M\u00f6glichkeit, einerseits die Grenzen von Kultur neu zu ziehen und andererseits die Politik- und Planungskonzepte zu zwingen, die Parameter ihrer T\u00e4tigkeiten und Mittelvergaben neu zu definieren.<\/p>\n<p>Folgende Fragestellungen sollen im Projekt &#8222;Der Mehrwert von Kunst und Kultur f\u00fcr den st\u00e4dtischen Raum&#8220; eine Beantwortung finden:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie lassen sich kulturelle und k\u00fcnstlerische Inhalte, Prozesse und Praktiken quantitativ und qualitativ erfassen? Welches Erfassungsmodell kann angewendet werden, um der Komplexit\u00e4t des Feldes gerecht zu werden? Wie l\u00e4sst sich ein &#8222;Kulturelles Audit- und Monitoringsystem&#8220; entwickeln, dass eine quantitative wie auch qualitative Beurteilung des kulturellen Feldes erlaubt?<\/li>\n<li>Wie lassen sich &#8222;kulturelle Ressourcen&#8220; in einen umfassenden Planungsprozess integrieren? Welche Ab- und Eingrenzungen m\u00fcssen im vielschichtigen kulturellen Feld vorgenommen werden um eine strategische und nachhaltige Planung und Entwicklung zu gew\u00e4hrleisten? Welche Steuerungsmodelle sind hinsichtlich der zuk\u00fcnftigen Planung und Entwicklung von Kunst und Kultur im st\u00e4dtischen Raum zielf\u00fchrend, vor allem hinsichtlich der Finanzierungsaspekte?<\/li>\n<li>Wie lassen sich &#8222;unzul\u00e4ngliche&#8220; Rahmenbedingungen in der gegenw\u00e4rtigen Kulturpolitik und in der Mittelvergabe analysieren und ver\u00e4ndern?<\/li>\n<li>Wie lassen sich innerhalb der neuen Strategien zur Entwicklung kultureller T\u00e4tigkeitsfelder die differenzierten Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen der unterschiedlichen Gruppen und Zug\u00e4nge (wirtschaftliche AkteurInnen, NGOs\/NPOs, Zielgruppen etc.) abdecken?<\/li>\n<li>Welche tangiblen (Umwegrentabilit\u00e4t, Besch\u00e4ftigungseffekte, infrastrukturelle Effekte, &#8230;) und nicht-tangiblen (interkultureller Dialog, zivilisatorische Effekte, Aktivierung\/Partizipation, &#8230;) Effekte k\u00f6nnen identifiziert werden? Wir wirken sich diese Effekte konkret auf den st\u00e4dtischen Raum aus?<\/li>\n<li>Wie kann das zu entwickelnde Erfassungsmodell auf \u00f6sterreichische St\u00e4dte (und Regionen) angewandt werden? Inwieweit sind Vergleiche zwischen einzelnen St\u00e4dten (und Regionen) m\u00f6glich und zul\u00e4ssig?<\/li>\n<li>Welchen Mehrwert (\u00f6konomischen, kulturellen\/k\u00fcnstlerischen, sozialen, &#8230;) bringen Kunst und Kultur f\u00fcr ausgew\u00e4hlte \u00f6sterreichische St\u00e4dte?<\/li>\n<li>Welche Argumentationslinien k\u00f6nnen kommunalen KulturpolitikerInnen dienen, um den Stellenwert von Kunst und Kultur nachhaltig zu st\u00e4rken?<\/li>\n<li>Welche Voraussetzungen m\u00fcssen gegeben sein, damit kreative Milieus bzw. Klassen entstehen und welcher Entstehungslogik gehorchen sie?<\/li>\n<li>Bedingen kreative Milieus den Zuzug weiterer &#8222;Kreativer\u201c oder entstehen sie erst durch deren Zuzug?<\/li>\n<li>Welche Kriterien bewirken ein Aufbl\u00fchen einzelner Stadtteile und welche Rolle spielen dabei die F\u00f6rderungen und Stadtentwicklung?<\/li>\n<li>Inwieweit tragen Kreativit\u00e4t und kreative Menschen als Standortfaktoren nachhaltig zum \u00f6konomischen Erfolg bei?<\/li>\n<li>Wie sieht die Vernetzung der kreativen Milieus bzw. Klassen untereinander aus, insbesondere zwischen dem k\u00fcnstlerischen und wissenschaftlichen Feld?<\/li>\n<\/ul>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tVU19kZXJfbWVocndlcnRfdm9uX2t1bnN0X3VuZF9rdWx0dXJfZnVlcl9kZW5fc3RhZWR0aXNjaGVuX3JhdW0ucGRmJnNldHRpbmdzPTExMTExMDAxMTExMTExMTExMDAmbGFuZz1lbg==#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tVU19kZXJfbWVocndlcnRfdm9uX2t1bnN0X3VuZF9rdWx0dXJfZnVlcl9kZW5fc3RhZWR0aXNjaGVuX3JhdW0ucGRmJnNldHRpbmdzPTExMTExMDAxMTExMTExMTExMDAmbGFuZz1lbg==#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n<\/p>\n<p>Im Rahmen der Lehrveranstaltung &#8222;Projektmanagement\/Projektbegleitung&#8220; wurde im Wintersemester 2006\/07 am Institut f\u00fcr Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universit\u00e4t Linz gemeinsam mit Studierenden der Sozialwirtschaft an einem \u00e4hnlichen Thema gearbeitet. Der inhaltliche und forschungsthematische Bezugsrahmen der Lehrveranstaltung spannte sich dabei um das Thema &#8222;Der Mehrwert von Kunst und Kultur f\u00fcr Linz&#8220;.<\/p>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tVU19kZXJfbWVocndlcnRfdm9uX2t1bnN0X3VuZF9rdWx0dXJfZnVlcl9saW56X2x2YV9lbmRiZXJpY2h0LnBkZiZzZXR0aW5ncz0xMTExMTAwMTExMTExMTExMTAwJmxhbmc9ZW4=#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL0tVU19kZXJfbWVocndlcnRfdm9uX2t1bnN0X3VuZF9rdWx0dXJfZnVlcl9saW56X2x2YV9lbmRiZXJpY2h0LnBkZiZzZXR0aW5ncz0xMTExMTAwMTExMTExMTExMTAwJmxhbmc9ZW4=#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufzeit: 03\/2006 &#8211; 06\/2007 Kooperationspartner: \u00d6sterreichische Kulturdokumentation &#8211; Internationales Archiv f\u00fcr Kulturanalysen Auftraggeber: \u00d6sterreichischer St\u00e4dtebund Ressourcenknappheit und Budgetsperren, Angebotsreduzierungen und Schlie\u00dfungsdebatten, Kulturentwicklungspl\u00e4ne und neue Steuerungsmodelle wie PPP oder Kunstsponsoring &#8211; &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35,37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1911"}],"collection":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1911"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2305,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1911\/revisions\/2305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}