{"id":1897,"date":"2008-03-01T12:00:13","date_gmt":"2008-03-01T10:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/liqua.net\/liq\/?p=1897"},"modified":"2023-01-19T11:32:35","modified_gmt":"2023-01-19T09:32:35","slug":"linz-stadt-im-glueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liqua.net\/liq\/linz-stadt-im-glueck\/","title":{"rendered":"Linz. Stadt im Gl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><strong>Laufzeit: 03\/2008 &#8211; 09\/2009<br \/>\n<\/strong><strong>Kooperationspartner: <\/strong><strong>Institut f\u00fcr Gesellschafts- und Sozialpolitik an der JKU Linz, <\/strong><strong>Institut f\u00fcr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der JKU Linz<\/strong>, <strong>Zentral-, Angestellten- und Arbeiterbetriebsrat der voestalpine AG, <\/strong><strong>Nordico &#8211; Stadtmuseum Linz, <\/strong><strong>checkpointmedia AG<br \/>\n<\/strong><strong>Auftraggeber: <\/strong><strong>Linz 2009 \u2013 Kulturhauptstadt Europas OrganisationsGmbH<\/strong><\/p>\n<p>Wer Linz von fr\u00fcher kennt und heute kommt, erkennt es oftmals nicht wieder. Aus einer dreckigen Industriestadt ist eine moderne und bl\u00fchende Gro\u00dfstadt geworden. Doch wer treibt die Entwicklung voran? Wie hat sich Linz gewandelt? Was bewegt die Stadt? Einen gewichtigen Anteil an dieser Entfaltung haben die mannigfaltigen Verflechtungen und Verkettungen zwischen Industrie und Kultur. Die Stadt muss sich dabei unter anderem mit Themen wie Flexibilit\u00e4t, Mobilit\u00e4t oder Kreativit\u00e4t auseinander setzen. In ihnen spiegeln sich globale Entwicklungen aber auch spezifische Eigenheiten der Linzer Geschichte wider. Stadt im Gl\u00fcck begibt sich in diesem Zusammenhang auf Spurensuche. Eine Vielzahl von Interviews mit Linzerinnen und Linzern, die Darstellung diskursiver Ereignisse, die Erstellung inszenierter Objekte, gezielte Interventionen und digitale Vernetzungen werden im Museum Nordico zu einem Teil des kollektiven Stadtged\u00e4chtnisses verschmolzen.<\/p>\n<p>Das Projekt verwandelt das Linzer Stadtmuseum Nordico in ein zeitgem\u00e4\u00dfes Stadtmuseum &#8211; die Ausstellung zeigt dabei die Stadt Linz nicht als Utopie oder Gegenentwurf, sondern besch\u00e4ftigt sich mit der realen Stadt, ihrer Entwicklung in den letzten 30 bis 40 Jahren und wie ihre BewohnerInnen diese Entwicklung miterlebt und mitgetragen haben. Das Kernst\u00fcck des Projekts bildet eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit, die in diesem Zusammenhang einen vielschichtigen Einblick in 11 verschiedene Themenkomplexe (Diskursstr\u00e4nge) liefern soll. Die Spannbreite reicht hier von der Entwicklung der st\u00e4dtischen Identit\u00e4t und des Images von Linz (In Linz stinkt&#8217;s, Eine Stadt lebt auf, \u2026) \u00fcber die Diskussionen zu Verstaatlichung und Privatisierung der voestalpine AG bis hin zu Ph\u00e4nomenen der jugendkulturellen Bewegung (Stahlstadtkinder):<\/p>\n<ul>\n<li>Stadt im Gl\u00fcck<\/li>\n<li>Generation nach Generation<\/li>\n<li>Arsch der Welt<\/li>\n<li>Fitness statt F\u00fcrsorge<\/li>\n<li>Guter Nazi &#8211; B\u00f6ser Nazi<\/li>\n<li>Creative City<\/li>\n<li>Stahlstadtkinder immer im Duell<\/li>\n<li>Weich wie Stahl<\/li>\n<li>Pendel der Arbeit<\/li>\n<li>Krise und Boom<\/li>\n<li>Maschine09<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ausgehend von der Grundthese, dass die Entwicklung von Linz in den letzten 30 bis 40 Jahren durch mannigfaltige Verbindungen zwischen Industrie und Kultur stark beeinflusst wurde, wird in der wissenschaftlichen Bearbeitung der Fokus auf das industrielle und das k\u00fcnstlerisch-kulturelle Feld gelegt. Zum Ausdruck kommt dies etwa im Zuge der Durchf\u00fchrung von rund 90 Interviews mit in der Industrie besch\u00e4ftigten Personen und mit Kunst- und Kulturschaffenden aus dem Raum Linz.<\/p>\n<p>Die Ausstellung stellt in diesem Sinne die Entwicklung von Linz in industrieller und kultureller Hinsicht dar. Viele Aspekte der Diskursstr\u00e4nge treffen aber auch f\u00fcr St\u00e4dte \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe\/Struktur zu, z. B. Flexibilisierung und Prekarisierung der Arbeitswelt, gestiegene Mobilit\u00e4tsanforderung oder zunehmende Bedeutung von Kreativit\u00e4t im Standortwettbewerb. Damit wird sicher gestellt, dass sich die Ausstellung nicht nur an die in erster Linie angesprochene Linzer Bev\u00f6lkerung wendet, sondern auch f\u00fcr BesucherInnen von au\u00dferhalb attraktiv ist. Von zentraler Bedeutung bei der Gestaltung der Ausstellung ist dabei, dass ein emotionaler und sinnlicher Zugang zu Aspekten des &#8222;Linz-Seins&#8220; geboten wird, die den Alltag der BesucherInnen pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Arbeit sind in der Ausstellung &#8222;Linz. Stadt im Gl\u00fcck&#8220; im Stadtmuseum Nordico von 5. Juni bis 13. September 2009 zu sehen. Die gesamte Forschungsarbeit inkl. Bildern und weiterf\u00fchrenden Interviewpassagen kann \u00fcber eine eigene Ausstellungs-Website abgerufen werden.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Lehrveranstaltungen &#8222;Kurs Projektmanagement&#8220; und &#8222;Intensivierungskurs Projektbegleitung&#8220; wurde bereits im Sommersemester 2007 am Institut f\u00fcr Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universit\u00e4t Linz gemeinsam mit Studierenden der Sozialwirtschaft an einem \u00e4hnlichen Thema gearbeitet. Der inhaltliche und forschungsthematische Bezugsrahmen der Lehrveranstaltung spannte sich dabei um das Thema &#8222;Industrial Culture &#8211; Cultural Industries. Einblicke in die Entwicklung von Linz an der Donau als Industrie- und Kulturstadt&#8220;. Die Studierenden richteten im Zuge der Lehrveranstaltung den Fokus auf f\u00fcnf Themenbereiche: Industrie und Kultur &#8211; Identit\u00e4t und Image einer Stadt, Flexible Multi-Work &#8211; Arbeitsverh\u00e4ltnisse im Umbruch, Arbeit von G\u00e4sten &#8211; Die zweite und dritte Generation, Mobile Massen &#8211; Das Pendel der Arbeit und Soziale Wohlfahrt &#8211; Der Abbau des Sozialstaates. Neben dieser inhaltlichen Auseinandersetzung wurden in der Lehrveranstaltung besondere Schwerpunkte in der Vermittlung von Forschungsmethoden und Projektmanagementf\u00e4higkeiten sowie bei der begleitenden \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Interview im Freien Radio, Presseaussendungen an lokale Tageszeitungen, Beitr\u00e4ge f\u00fcr Fachzeitungen und -zeitschriften, &#8230;) gesetzt.<\/p>\n<a class=\"fullscreen-mode\" href=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL1NJR19saW56X3N0YWR0X2ltX2dsdWVjay5wZGYmc2V0dGluZ3M9MTExMTEwMDExMTExMTExMTEwMCZsYW5nPWVu#page=&zoom=auto&pagemode=\" target=\"_blank\">Fullscreen Mode<\/a><br><iframe class=\"pvfw-pdf-viewer-frame\" width=\"640\" height=\"900\" src=\"https:\/\/liqua.net\/liq\/themencode-pdf-viewer-sc\/?tnc_pvfw=ZmlsZT1odHRwczovL2xpcXVhLm5ldC9saXEvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzL1NJR19saW56X3N0YWR0X2ltX2dsdWVjay5wZGYmc2V0dGluZ3M9MTExMTEwMDExMTExMTExMTEwMCZsYW5nPWVu#page=&zoom=auto&pagemode=\" title=\"\"><\/iframe>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"https:\/\/www.liqua.net\/stadt-im-glueck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">liqua.net\/stadt-im-glueck<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufzeit: 03\/2008 &#8211; 09\/2009 Kooperationspartner: Institut f\u00fcr Gesellschafts- und Sozialpolitik an der JKU Linz, Institut f\u00fcr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der JKU Linz, Zentral-, Angestellten- und Arbeiterbetriebsrat der voestalpine AG, &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,35],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1897"}],"collection":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1897"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1897\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2313,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1897\/revisions\/2313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liqua.net\/liq\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}