Kreativwirtschaft Linz und Oberösterreich. Bereichs- und Potenzialanalyse

Wie in zahlreichen anderen europäischen Städten und Regionen nimmt die Entwicklung der kreativwirtschaftlichen Potenziale mittlerweile auch in Linz und Oberösterreich eine zunehmend wichtige Rolle ein. Ausgehend von einer Mitte der 2000er-Jahre durchgeführten Studie zur Kreativwirtschaft in der Stadtregion Linz wurden zuerst im oberösterreichischen Zentralraum einzelne, gezielte Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft gesetzt. (vgl. Lechner/Philipp 2006) So wurde etwa in Linz ein Teil der Wirtschaftsförderung auf die Förderung der Kreativwirtschaft umgestellt, GründerInnenzentren mit inkludierten Mietzuschüssen eingerichtet, die Kooperation mit dem Netzwerk Design & Medien verstärkt und eine eigene Plattform für Kreativwirtschaft (creative community) gegründet.

Laufzeit: 02/2012 – 09/2012

Kooperationspartner: KMU Forschung Austria

Auftraggeber: Creative.Region Linz & Upper Austria GmbH

Das Land Oberösterreich gab Anfang 2009 den Auftrag zur Erstellung einer landesweiten Studie, die eine Übersicht über diesen Sektor bietet und potenzielle Handlungsfelder für die politischen EntscheidungsträgerInnen aufzeigt. (vgl. Amann 2009) Die Studie enthält auch Vorschläge für Zielsetzungen und Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft in Oberösterreich, u. a. eine systematische Analyse der Potenziale und Chancen von Produkten und Leistungen der verschiedenen Branchen der Kreativwirtschaft in Oberösterreich.

Die Creative.Region Linz & Upper Austria GmbH zielte mit der Ausschreibung einer Grundlagenarbeit unter dem Titel “Cluster- und Potenzialanalyse der Kreativwirtschaft in Linz und Oberösterreich” in eine ähnliche Richtung. Eine auf die spezifischen regionalen und lokalen Rahmenbedingungen eingehende Analyse der kreativwirtschaftlichen Potenziale bildete die Grundlage für das zukünftige strategische Programm. Ein wesentlicher Punkt war dabei die Identifikation und Analyse von kreativwirtschaftlichen Clustern, also von netzwerkartig organisierten AkteurInnen der Kreativwirtschaft, die entlang einer Wertschöpfungskette tätig sind und/oder sich aufgrund bestimmter günstiger Standortbedingungen in einem engeren geografischen Zusammenhang formieren.

Die Bildung und Weiterentwicklung derartiger Cluster bildet ein wesentliches Element der Innovations- und Standortpolitik einer Region, als Grundlage für die Teilhabe an positiven sozioökonomischen Entwicklungen zur Absicherung von Wertschöpfung und Wohlstandsgewinnen. Um eine solche Politik als so genannte “evidence-based policy”, d. h. basierend auf systematischen Analysen des jeweiligen Status Quo, etablieren zu können, bedarf es einer ausführlichen Untersuchung der bestehenden Gegebenheiten, um auf Basis dieser sinnvolle Schritte für eine zukunftsfähige Politik bzw. Strategie sowie entsprechende Massnahmenbündel zur Entwicklung des Standorts ableiten zu können.

Ziel der angebotenen Studie war vor diesem Hintergrund die Analyse der Angebots-, Markt-, Trend- und Wettbewerbssituation sowie der einzelnen Wertschöpfungsketten im Kreativwirtschaftsbereich als Basis für die Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (SWOT-Analyse) der Kreativwirtschaft in Linz und Oberösterreich. Diese Analysen sollten eine fundierte Grundlage für die strategische und operative Arbeit der Creative.Region Linz & Upper Austria GmbH schaffen, und dazu beitragen, eine Entscheidung darüber zu treffen, welche kreativwirtschaftlichen Cluster, Subkategorien, Schnittstellen oder Querschnittsmaterien in Zukunft entwickelt werden sollen und was die Creative.Region Linz & Upper Austria GmbH dazu beitragen kann.

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